Sexualtherapie

Über seine individuelle Sexualtität zu sprechen fällt vielen Menschen schwer. Das Thema ist im wahrsten Sinne des Wortes "intim", ist unsere privateste Privatsphäre, die es grundsätzliche wert ist zu schützen. Die Medien geben uns in ihrer unrealistischen Hochglanzwelt vor, wie Sexualität und Körperlichkeit offensichtlich heute zu sein hat um "gut und erfolgreich" zu sein. Dabei werden uns häufig völlig unerreichbare Ideale suggeriert. Dieser Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit belastet viele Männer, Frauen und Paare. Sie fühlen sich unzureichend, weil sie dem Ideal nicht entsprechen. In der Sexualtherapie werden Mythen beseitigt, unrealistische Erwartungen besprochen und neue Sichtweisen zugelassen. Entspannung und Spaß an der eigenen Lust stehen im Focus.

Sexuelle Funktionsstörungen sind die am meisten tabuisierten Krankheiten. Darunter fallen u.a.: Lustlosigkeit, aber auch Erektionsstörungen, vorzeitiger Samenerguss, Organsmusstörungen, nicht ausreichendes Feuchtwerden (Lubrikationsstörungen), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr u.v.m. Im Schutzraum der Therapie können Ursachen und psychische Verstrickungen behutsam angesprochen werden und somit Wege in die Veränderung hin zu einer befriedigenden Sexualtität gefunden werden.

Neben Einzelgesprächen ist Sexualtherapie oft auch ein wesentlicher Bestandteil der Paartherapie. Die Sexualtiät, die in einer Beziehung gelebt wird, ist ein Spiegel der Beziehung und gibt Hinweise auf die zugrundeliegenden Paarkonflikte. Sexualität ist nichts statisches, sondern verändert sich mit dem Alter und den Lebensumständen. Bei jungen Paaren kann es z.B. schwer fallen nach der Geburt eines Kindes wieder in eine befriedigende Sexualität zu finden. Aber ebenso verändert das Älterwerden den Umgang mit der Körperlichkeit.

Wir gehen in der Sexualttherapie weg vom "klappt's" und bewegen uns hin zum "passt's"!